Wie sichere ich meine Bitcoins?

Bitcoins sind längst als die digitale Währung des Internets von vielen Internet-Usern und Seitenbetreibern anerkannt. Der Handel mit Bitcoins wird bestimmt von einer komplexen Sicherheit. Das lässt sich durchaus mit dem Online-Banking vergleichen. Allerdings werden die Bitcoins in der Bitcoin-Wallet auf dem eigenen Computer aufbewahrt. Somit wird dieser Computer Teil der sicherheitsrelevanten Anforderungen und die Bitcoin-Geldbörse muss aktiv in die Sicherung mit eingebunden werden.

Weshalb die Bitcoin-Wallet unbedingt vor unbefugtem Zugriff zu schützen ist

Bitcoins sind defakto Geld. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Währungen kann man diese – solange man sie nicht umtauscht – jedoch nicht einfach zur Bank bringen und somit die Sicherheitsverantwortung auf diese übertragen. Vielmehr verbleiben die Bitcoins in der Bitcoin-Wallet (Bitcoin-Geldbörse) auf dem eigenen Rechner. Wie auch bei allen gängigen Währungen gibt es immer wieder Menschen, die versuchen, sich dieses fremde Eigentum anzueignen. Also muss man seine Bitcoin-Wallet schützen. Daher ist der Aufbau von Bitcoin-Transaktionen auch so komplex. Jeder Nutzer hat zwei Schlüssel – einen privaten und einen öffentlichen. Vereinfacht ausgedrückt ist der öffentliche Schlüssel so etwas wie eine Geldanweisung mit den Adressdaten, die man dem Empfänger zukommen lässt. Der private Schlüssel hingegen ist wie eine Unterschrift, mit der der Versand der Bitcoins bestätigt wird. Weil für jede Transaktion aber jeder private Schlüssel nur einmal verwendet werden kann, ist die Bitcoin-Wallet mit 100 Schlüsseln ausgestattet.

Die Sicherheitsrisiken

Bekommt nun ein Unbefugter sämtliche Daten, wozu auch die Schlüssel gehören, die in der Bitcoin-Wallet-Datei enthalten sind, in die Finger, kann er das gesamte Geld entwenden. Also müssen die Bitcoin-Wallets ebenfalls entsprechend verschlüsselt werden. Dabei darf nicht unterschätzt werden, dass mit steigender Rechenleistung der Computer auch mehrstellige Verschlüsselungen relativ schnell errechnet werden können. Wallet-Verschlüsselungen zwischen 12 und 15 Stellen sind daher als kritisch zu betrachten. Es gilt also, die Wallet sehr aufwendig zu sichern. 15 bis 20 Stellen sollten diese Passwörter daher haben. Doch die digitalen Diebe, welche an die eigene Bitcoin-Geldbörse wollen, befassen sich natürlich ebenfalls ausgiebig mit Passwortschutz. Selbst nur die Verwendung einzelner Buchstaben, abgeleitet aus bekannten Sätzen wie Redewendungen oder Ähnlichem, stellt ein erhebliches Risiko dar. Daten aus dem eigenen, persönlichen Umfeld sowieso. Die zu beachtende Sicherheit geht sogar so weit, dass ein einstmalig von Viren oder Trojanern kompromittierter Computer erst dann wieder als sicher zu erachten ist, wenn das gesamte Betriebssystem neu aufgespielt wurde.

Keinesfalls die Passwörter vergessen!

Eine Festplatte nur von Trojanerbefall zu reinigen, ist absolut ungenügend. Daher ist es auch ratsam, die Bitcoin-Wallet eventuell außerhalb des PCs aufzubewahren, also auf speziellen Flash- oder Memory-Card-Speichern. Diese hochsicheren Systeme haben jedoch wie auch die Passwortverschlüsselung der Bitcoin-Wallet selbst, einen erheblichen Nachteil: ist das Passwort, die Verschlüsselung, vergessen, gibt es keinen Zugriff mehr. Bei vielen sehr sicheren Speichern werden die enthaltenen Daten sogar bei mehrfacher Falscheingabe automatisch gelöscht. Daher sollten sehr komplexe Verschlüsselungen und Passwörter auch nochmals extra notiert werden und Back-ups angefertigt werden, jedoch auf gar keinen Fall auf einem oder dem Computer mit Internetzugang. Die Verschlüsselung lässt sich auf Papier schreiben, oder wie das Back-up auf einem externen Speicher sicher aufbewahren. Diese Medien legt man dann am besten in ein Bankschließfach oder wenigstens einen modernen, feuer- und gasfesten Tresor. Es gibt zahlreiche Programme renommierter Anbieter, über die gute Bitcoin-Wallet-Software zum Aufbewahren bezogen werden kann. Außerdem sollte man immer bei den Passwort- und Verschlüsselungs-Ratschlägen up to date bleiben. Dann kommt auch niemand unbefugt an das eigene, kleine Bitcoin-Vermögen.

Donnerstag, 22. November, 2012