Schutz des digitalen Bitcoin Geldbeutels

Die digitale Währung Bitcoin lockt Diebe genauso an wie andere Bezahlmittel. Die wallet.dat ist gleichzeitig digitaler Geldbeutel und Bitcoin-Konto. Für Hacker bietet die Datei ein attraktives Ziel. Sie enthält die privaten Schlüssel, die Transaktionen ermöglichen. In der Realität gehen die meisten sorgsam mit ihrem Geld um, niemand lässt eine wertvolle Brieftasche herumliegen oder heftet die PIN-Nummer seiner EC-Karte ans schwarze Brett. Leider haben noch nicht alle Bitcoin Nutzer begriffen, dass sie die digitale Geldbörse ebenfalls vor Diebstahl schützen müssen.

Zum Schutz des digitalen Vermögens sollte sich jeder Anwender der Bitcoin-Software mit dem Thema Computersicherheit auseinandersetzen. Einen sicheren Computer schützt eine aktivierte Firewall vor Trojanern und anderer Malware, die die wallet.dat stehlen und damit über das Bitcoin-Vermögen verfügen können. Ein aktueller Virenscanner ist ebenfalls Pflicht. Ist der Computer von Malware befallen, hilft nur eine Neuinstallation. Vorsicht ist bei der Installation neuer Software geboten: nur Software aus vertrauenswürdigen Quellen installieren und die Bitcoin-Software auf ihre Integrität überprüfen.

Zusätzlichen Schutz bietet die Verschlüsselung der digitalen Geldbörse. Die Chiffrierung ist durch das kostenlose Programm TrueCrypt oder mit dem Bitcoin-Client 0.5.0 intern möglich. Zur Verschlüsselung ein sicheres, am besten 20-stelliges Passwort verwenden. Passwörter mit bis zu 15 Stellen sind knackbar. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt insbesondere, wenn man die Geldbörse per E-Mail verschickt oder einem online Datensicherungsdienst anvertraut. Das Passwort sollte man notieren und an einem sicheren Ort aufbewahren.

Das Bitcoin Vermögen können Nutzer schützen, indem Sie eine Geldbörse als Sparkonto und einen zweiten Geldbeute für den täglichen Gebrauch einrichten. Große Beträge transferiert man auf das Sparkonto und bewahrt die Datei sicher offline auf, zum Beispiel auf einem USB-Stick. Bei Datendiebstahl verliert man dadurch nicht das gesamte Vermögen.

Freitag, 23. Dezember, 2011