Gegenübergestellt: Vorteile und Nachteile des Zahlungsmittels Bitcoin

Unkonventionelle Lösungen benötigen oftmals aufgeschlossene Personen, um sich etablieren zu können. Das gilt auch für eine – noch – unkonventionelle Art des Bezahlens, wie sie mit dem Bitcoin entstanden ist. Vorurteile und Halbwahrheiten können gute Ideen zugrunde richten, wenn ihnen keine objektive Behandlung widerfährt. Im Folgenden sollen daher Beispiele sowohl für Vorteile, als auch Nachteile von Bitcoins erläutert werden. Keine Währung ist perfekt, auch der Bitcoin nicht. Die Frage ist vielmehr, worin sich das meiste Potenzial verbirgt.

Bitcoin unterliegt nicht dem Willen irgendeiner Partei oder wirtschaftlichen Institution. Es ist eine weltweit agierende und gleichsam vernetzte Community, die dafür Sorge trägt, dass der Bitcoin so funktioniert, wie er es soll. Die Fälschungssicherheit wird dadurch gewährleistet, dass jede Transaktion aufgezeichnet wird, wodurch kein Bitcoin zweimal ausgegeben wird. Hierbei werden jedoch nur Schlüssel erfasst, die mit den tatsächlichen Beteiligten einer Transaktion nur dann in Verbindung gebracht werden können, wenn diese persönliche Daten damit in Verbindung bringen. Die Anonymität von Bitcoins ist also auch eine Frage dessen, wie sehr einzelne Teilnehmer darum bemüht sind, ihre persönlichen Daten zu schützen.

Bitcoins vermehren sich nicht unkontrolliert, sondern nach einer bestimmten Rate. Da die maximale Anzahl Bitcoins begrenzt ist, kann langfristig davon ausgegangen werden, dass der Wert eines Bitcoins immer weiter steigt. Damit sind jedoch nicht unberechtigterweise auch Bedenken verbunden, dass ein auf Bitcoins basierendes Wirtschaftssystem an einer Deflation leiden könnte. Denn eine solche bringt es mit sich, dass die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes immer weiter sinkt. Die Menschen spekulieren darauf, dass der Wert weiterhin steigt und geben nur so wenig wie möglich aus. Dieser Vorgang kann mit einer Thrombose im Geldkreislauf verglichen werden, aus dem nur schwer wieder herauszufinden ist. Auf der anderen Seite besteht beim Bitcoin nur eine äußerst geringe Gefahr, jemals von einer Inflation betroffen zu sein, denn Bitcoins können bei Bedarf nicht einfach vermehrt werden wie beispielsweise Banknoten.

Samstag, 21. Januar, 2012