So funktioniert die Geldmengenbegrenzung beim Bitcoin

Bitcoin darf wohl als die einzige Währung betrachtet werden, die mit einem eingebauten Inflationsschutz versehen ist. Der Grund dafür ist in einer Art Wachstumsbeschränkung bei der Generierung der digitalen Münze zu finden: Je mehr Bitcoins sich imUmlauf befinden, desto schwieriger wird es für Bitcoin Miner, neue Hashes und Blöcke zu errechnen, die für den Zahlungsverkehr benötigt werden. Blöcke sind dazu erforderlich, Transaktionen in Bitcoin zu verifizieren. Pro Stunde sollen sechs dieser Blöcke erstellt werden. Da die im Netzwerk vorhandene Kapazität aber starken Schwankungen unterliegt, muss der Schwierigkeitsgrad laufend angepasst werden, um genau diesen Wert zu erzielen. Im Umkehrschluss ist es demnach auch möglich, dass der Schwierigkeitsgrad beim Mining sinken kann. Dauerhaft geht der Trend jedoch eher in die andere Richtung.

Da sich hinter dem Bitcoin keine Institution wie beispielsweise eine Zentralbank verbirgt, kann die Menge der sich in Umlauf befindlichen Bitcoins nicht einfach nach Gutdünken erhöht oder verringert werden. Bitcoin ist eine marktorientierte Währung, weswegen sich die Geldmenge immer nach dem tatsächlichen Bedarf richtet, und ganz sicher nicht nach politischen oder bankstrategischen Entscheidungen, auf die nur die Wenigsten Einfluss haben.

Die Begrenzung der Geldmenge findet aber auch bei der absoluten Menge an Bitcoins Anwendung. Das Maximum aller Bitcoins kann nämlich die 21 Millionen nicht übersteigen. Diese Größe ist im Quellcode festgelegt. Ungefähr alle vier Jahre halbiert sich zudem die Belohnung, die Bitcoin Miner dafür erhalten, einen kompletten Block auszurechnen. Noch liegt diese bei 50 Bitcoins, was beim derzeitigen Kursniveau etwa 200 bis 250 Euro entspricht. Ab 2013 wird diese Summe halbiert, wodurch sich das Bitcoin Mining für weniger Nutzer lohnen wird. Darin ist aber auch die technische Entwicklung vor allem der Hardware berücksichtigt. Während man vor einem Jahr noch problemlos mit normalen CPUs Gewinne einfahren konnte, ist dies heute nur noch mit Grafikprozessoren möglich, die zu den Spitzenprodukten zählen.

Samstag, 3. März, 2012