Bitcoin im Vergleich mit anderen Online-Bezahlmethoden

Bitcoin hat sich als rein digitales Zahlungsmittel bereits weltweit einen Namen machen können. Wer sich aber zum ersten Mal damit befasst, begegnet dem Projekt jedoch zunächst mit Skepsis. Schließlich handelt es sich dabei um ein Zahlungsmittel, dass keinerlei Bargeld kennt. Die „Münzen“ bestehen ausschließlich aus Bits und Bytes – ohne realen Gegenwert. Was spricht also für Bitcoin als Internet-Bezahlmethode, wo doch mittels diversen anderen Diensten in Euro über das Internet bezahlt werden kann?

Bitcoins erster Vorteil liegt darin, dass für dessen Benutzung nur sehr geringe Gebühren fällig werden. Denn die Gebührenzahlungen sind meist freiwilliger Art und beschleunigen den Transaktionsprozess. Eine klassische Überweisung kann jedoch in beiden Fällen nicht mit dem Bitcoin mithalten, denn hier müssen generell mehrere Tage veranschlagt werden, bis der Betrag auf dem Konto des Empfängers erscheint, insbesondere wenn ein Wochenende oder Feiertage dazwischen liegen.

Eine andere Alternative bietet der bekannte Bezahldienstleister und Platzhirsch PayPal. Dieser mag zwar für Kunden kostenlos sein, aber dafür werden die Gebühren beim Händler erhoben. Und die wörtlich zu nehmende Preisfrage lautet nun: Wie deckt der Händler seine Kosten? Letztlich bleibt es also auch hier am Kunden hängen. Hinzu kommt, dass PayPal ein eigenes Konto erforderlich macht, bei dem auch persönliche Daten übermittelt werden müssen. In der Vergangenheit geriet das Unternehmen in die Kritik. Den Schlagzeilen zufolge legte das Unternehmen Konten von Kunden lahm, die sich an der Bewegung Occupy Wallstreet beteiligten. Das wurde von vielen zu Recht als Skandal aufgefasst, da die Betroffenen nun aus reiner Willkür nicht mehr über ihr eigenes Guthaben verfügen konnten. Bei Bitcoin hingegen ist der Nutzer weitestgehend anonym, was seine Zahlungen betrifft. Zwar lässt sich jeder Zahlungsvorgang als solcher nachverfolgen, aber so ohne Weiteres lässt sich diesem kein Name und kein Produkt zuordnen. Das wissen nur die Händler selbst.

Dienstag, 11. September, 2012