Der Bitcoin ist sicher – warum die Sicherheit des Bitcoins dennoch ein Thema ist

Nach dem Hackerangriff auf die größte Bitcoin-Online-Börse Mt. Gox am 19. Juni 2011 ist die Sicherheit des Bitcoins deutlicher in die Diskussion geraten. Ein anonymer Hacker mit asiatischer IP-Adresse hatte sich durch eine manipulierte Transaktion nicht nur eine größere Bitcoin-Summe gutgeschrieben, sondern auch eine Datenbank mit circa 61.000 Nutzer-Datensätzen gestohlen und die internen Kontostände von Mt. Gox manipuliert. Inzwischen wird der Angriff als ein Wendepunkt im Umgang mit der digitalen Währung gesehen. Das System Bitcoin hat sich grundsätzlich als resistent und relativ stabil erwiesen – trotzdem treten jetzt Sicherheitsfragen deutlicher in den Vordergrund.

Der Bitcoin ist sicher – in welcher Dimension? Wichtige Sicherheitsfaktoren von Bitcoin sind der Open-Source-Charakter des Systems und der ihm zugrundeliegende Transaktions-Algorithmus. Durch die Open Source-Programmierung des Bitcoins sind auch Angriffe durch Hacker oder Viren ein temporärer Eingriff, nach denen sich das System durch das Zusammenwirken der User-Aktivitäten schnell wieder regeneriert. Die kryptischen Schlüssel für die einzelnen Transaktionen werden ständig neu generiert. Anhand dieser Schlüssel wird die Transaktion durch den Bitcoin-Algorithmus überprüft und dann an andere Nutzer übergeben. Im Kern bedeutet dies, dass das Gesamtsystem nicht kompromittiert werden kann.

Es gibt Schwachstellen bei Börsenplattformen und Usern. Der Vorfall bei Mt. Gox ist exemplarisch. Der Hackerangriff wurde nicht durch das Bitcoin-Prinzip an sich, sondern durch Sicherheitslücken in der Struktur der Handelsplattform möglich. Bei der Optimierung der Börsen setzt ein wichtiger Aspekt der Bitcoin-Sicherheit an.

Gleichzeitig gilt für die User: Passwort-Sicherheit, intensiver Schutz vor Schadsoftware auf dem eigenen PC und gegebenenfalls Verschlüsselungsprogramme sind für hohe Bitcoin-Sicherheit zentral. Generell gilt, dass ein System wie Bitcoin auch vom Vertrauen der Community lebt – bisher scheint dieses nicht grundsätzlich beschädigt.

Mittwoch, 27. Juli, 2011