Bitcoin – Informationen für Einsteiger

Für den Handel im Internet haben sich bisher hauptsächlich einige Bezahldienste etablieren können (dies teils mit großem Erfolg), die Geldtransfers letztlich in der klassischen Art einer Onlinebank durchführen. Ein völlig anderer Ansatz, der seit kurzem verfolgt wird, mündet direkt in einer virtuellen Währungseinheit, dem Bitcoin. Der griffige Name leitet sich aus dem englischen „coin“ (Münze) ab, das „Bit“ weist auf den digitalen Charakter der Währung hin. Obwohl ein Bitcoin vielfach gar nicht im Tausch gegen echtes Geld erworben wird (was über einige Online-Börsen möglich ist), sondern durch Rechner erzeugt wird, entspricht er im Internet-Handel aber natürlich einem – schwankenden – realem Wert. Im Juni 2011 lag der ermittelte Wechselkurs eines Bitcoin zeitweise bei fast 20 US-Dollar.

Das Zahlungsmittel Bitcoin basiert auf dem Prinzip eines sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerkes, wie es beispielsweise von Tauschbörsen verwendet wird. Dabei handelt es sich um ein dezentrales Netz, mit dem sich die Beteiligten über eine spezielle Software verbinden. Für das Bitcoin Netz existieren mehrere Versionen einer quelloffenen Client-Software, verfügbar für die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS X. Besondere Eigenschaften dieses Netzwerks sind die zum Einsatz kommenden kryptografischen Verfahren, mittels derer zum einen der Besitz von Bitcoin Beträgen, zum anderen die jeweilige finanzielle Transaktion abgesichert wird. Dies garantiert, dass ein bestimmter Geldbetrag vorhanden ist und auch nur einmal ausgegeben werden kann. Ein anderes Merkmal ist die relative Anonymität des Systems. Allerdings werden die Geldtransferdaten durchaus protokolliert und gespeichert.

Gegenwärtig ist das Bitcoin-Konzept natürlich noch in der Entwicklung, und es wird sehr skeptisch betrachtet und kontrovers diskutiert. Die Meinungen reichen dabei von der Kritik eines als dubios oder gar schädlich angesehenen „Hackergeldes“ bis zur Utopie vom neuen, besseren Zahlungssystem.

Donnerstag, 14. Juli, 2011