Bitcoin-Client 0.4 mit Passwortschutz und Verschlüsselung

Seit September 2011 ist die neueste Version des Bitcoin-Client verfügbar. Sie behebt Bugs der früheren Software und bietet ein Sicherheits-Upgrade. Der Bitcoin-Client in der Version 0.4 kann das digitale Geld durch ein Passwort schützen, was den Nutzern mehr Sicherheit bringt. Ein Hacker, der einen passwortgeschützten Geldbeutel stiehlt, kann die enthaltenen Bitcoins nicht ausgeben.

Nach Installation des neuesten Bitcoin-Clients verschlüsselt ein Klick auf den „Encrypt“-Button die Brieftasche. Zur Verschlüsselung verwendet der Client ein Passwort. Dieses sollte mindestens aus zwölf, besser noch aus 20 Stellen bestehen. Bei jeder folgenden Transaktion muss man das Passwort eingeben. Der Passwortschutz verschlüsselt die privaten Schlüssel und verhindert, dass ein Unberechtigter Geld ausgibt. Getätigte Transaktionen und eigene Adressen werden dadurch aber nicht verborgen. Das Passwort sollte man sich notieren und an einem sicheren Ort aufbewahren, denn ohne Passwort sind keine Überweisungen mehr möglich.

Die neue Bitcoin-Software verwendet eine neuere Version der Berkley Datenbank-Bibliothek. Ältere Software-Versionen können die Dateien nicht interpretieren. Daher sollte man die Geldbörse vor der Verschlüsselung sichern. Treten beim neuen Bitcoin-Client Probleme auf, kann man mit der Sicherungskopie der Geldbörse zu einer älteren Version zurückkehren. Mit einer verschlüsselten Geldbörse ist die Rückkehr zu einer früheren Software-Version unmöglich.

Die Verschlüsselung schützt den Nutzer nur bedingt. Ein mit regelmäßigen Updates gewarteter Computer ist Grundvoraussetzung für die Sicherheit der digitalen Geldbörse. Ein Trojaner könnte sonst einen Keylogger installieren, um das Passwort zusammen mit der Geldbörse zu stehlen. Ein sorgfältiger Umgang mit dem Passwort und eine aktuelle Anti-Viren-Software vervollkommnen daher den Schutz, den der neue Bitcoin-Client durch die Verschlüsselungsfunktion bietet.

Montag, 10. Oktober, 2011